Was bedeutet Ganzheitlichkeit wirklich?
Ganzheitlichkeit ist ein oft gebrauchter Begriff in der Naturheilkunde und alternativen Medizin. Dieser Text erklärt was es damit wirklich auf sich hat.
Wieso ganzheitlich?
Die ganzheitliche Wahrnehmung
Aus der Heilpraxis
Wie wende ich Ganzheitlichkeit praktisch an?
Was mache ich in der Praxis?
Patientin aus der Praxis: ein Fall von Colitis ulcerosa
Eine Frau Mitte 50 kam zu mir in die Praxis mit der Hauptbeschwerde einer Colitis ulcerosa.
Die Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmkrankheit mit Geschwüren der Darmschleimhaut, vor allem den Dickdarm (Kolon) und das Rektum (Enddarm) betreffend.
Die Patientin litt unter den typischen Schmerzen, Krämpfen und blutigen Durchfällen, oft bis zu 10-20 mal täglich.
Grundsätzlich fühlt sie sich abgeschlagen, unwohl und leidet unter den Schüben der Erkrankung.
Wir arbeiteten für einige Sitzungen miteinander, bis wir auf den Kern der Ursache kamen.
Neben ihrem Job als Lehrerin war sie begeisterte energetische und schamanisch Arbeitende.
Die Begabung dafür hatte sie schon vor langer Zeit entdeckt.
Andererseits traut sie sich nicht dieser Tätigkeit in Wirklichkeit nachzugehen, und damit öffentlich sichtbar zu werden.
Sie hat Ängste vor der Veröffentlichung ihrer Website, einen Flyer zu gestalten und zu verteilen. Bis auf wenige sehr enge Freunde traut sie sich nicht den Menschen davon zu erzählen.
Sie hat sich damit zu zeigen.
Ich verordnete ihr ein homöopathisches Mittel, welches ihr den deutlichen Impuls gab sich damit zu zeigen.
Sie veranstaltete ihren ersten schamanischen Heilkreis mit gutem Erfolg und viel Zuspruch.
In den Wochen nach der Einnahme des homöopathischen Mittels hatte sie etwas, was sie selber nicht nur als Traum bezeichnet hat:
Im Nachtschlaf kamen Wesen bzw. Geister zu ihr, die schon einige Male bei ihr vorbei geschaut hatten.
Dieses Mal machte sie jedoch etwas anderes als sonst. Sie setzte sich mutig im Bett auf und sagte mit lauter, klarer Stimme in den Raum hinein: "STOP! Jetzt ist Schluss."
Ab diesem Moment waren ihre blutigen Durchfälle verschwunden, keine Schmerzen und Krämpfe mehr.
Sie hatte viel Energie und Drive sich ihrer Tätigkeit zu widmen.
Für mich stellte sich die Verbindung zwischen der langjährigen Erkrankung und der Lösung auf diese Weise dar: der Darm ist unser finales Ausscheidungsorgan. "Damit hinten was Gutes rauskommt, muss es am Anfang stimmen!" Nach diesem Motto hatten sich die Ängste, die Scham und andere emotionale Blockaden als Entzündung der Darmschleimhaut auf der körperlichen Ebene manifestiert. Die Beschwerden wollten ihr zeigen, wo sie ihren eigenen Weg verlassen hatte bzw. nicht lebt. Entzündungen stehen grundsätzlich für Konflikte. Das austretende Blut kann als das Ich gedeutet werden, was sie aus ihrem System ausscheidet. Und das obwohl ihr diese schamanische und energtische Tätigkeit sehr wichtig ist und einen wichtigen Teil ihres lebendigen Ausdrucks ist.
Auf dem Weg zu dieser Lösung setzten wir uns bewusst mit den Emotionen auseinander, die vor diesem Schritt standen mit ihrem wahren Ich sichtbar zu werden: kindliche Scham, Angst vor Ablehnung, Unsicherheit und Angst vor Instabilität.
Die Geister, die sich ihr Nachts zeigten, waren eine Form ihrer eigenen Geister, die sie "verfolgten", sprich ihre alten Erfahrungen, die sie dazu veranlasst hatten ihr wirkliches Sein nicht öffentlich zu machen.
Besonders spannend ist der Moment, als ihr diese Geister zum letzten Mal begegnen und sie eine kraftvolle und deutliche Entscheidung trifft und Schluss macht mit den alten Geschichten und Blockaden.
Wieso bin ich Heilpraktiker geworden?
Was bedeutet Alternativmedizin?
Alternativmedizin bezeichnet alle Heilmethoden, die nicht zur klassischen Schulmedizin gehören oder sich bewusst von ihr abgrenzen. Oft werden diese Methoden auch als „komplementär“ bezeichnet, wenn sie zusätzlich zur Schulmedizin eingesetzt werden.
Was ist Psychosomatik?
Psychosomatik bezeichnet das Zusammenspiel von Körper (Soma) und Seele (Psyche). Es geht darum, dass seelische Belastungen körperliche Beschwerden auslösen oder beeinflussen können.
Einfach erklärt:
Gedanken, Gefühle und Stress können sich im Körper bemerkbar machen.Beispiele:
- Stress → Kopfschmerzen oder Magenprobleme
- Angst → Herzklopfen, Schwitzen
- Traurigkeit → Müdigkeit, Schmerzen ohne klare körperliche Ursache